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Kultur & Leben | 22.06.2004

Das Netz wird enger

 

Es war ein schöner Traum: Das Internet sollte einmal die Pressefreiheit revolutionieren. Im Netz, so hofften die Pioniere des Cyberspace, würde jeder sein eigener Informant, Autor und Verleger zugleich sein. Doch inzwischen ist Ernüchterung eingekehrt. Die Diktatoren haben gelernt, mit dem neuen Medium zu leben und selbst demokratische Regierungen schränken die Freiheit ein: Die Zensur hat längst auch im Netz Einzug gehalten.

Am Dienstag 22. Juni stellte die Organisation "Reporter ohne Grenzen" zum dritten Mal den Bericht zur Pressefreiheit im Internet vor. Außerdem zeichnete die Menschenrechtsorganisation einen so genannten Cyber-Dissidenten aus. Der "Cyber-Freedom Prize 2004" geht an Huang Qi aus China. Der Webmaster sitzt seit vier Jahren im Gefängnis, weil er auf einer Internetseite Artikel über das Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens im Jahre 1989 veröffentlicht hatte.

DW-WORLD stellt in Zusammenarbeit mit "Reporter ohne Grenzen" den Preisträger und eine Reihe von Ländern vor, in denen die Pressefreiheit bedroht ist.

 


 

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