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Guatemala | 10.09.2007

Keine Entscheidung bei Präsidentschaftswahlen in Guatemala

 

Weder der Sozialdemokrat Álvaro Colom noch sein rechter Widersacher Otto Pérez konnten bei den Präsidentschaftswahlen die absolute Mehrheit auf sich vereinen. Erfolglos war Nobelpreisträgerin Rigoberta Menchú.

 

Im Kampf um die Präsidentschaft in Guatemala kommt es zu einer Stichwahl. Wie die Wahlbehörde des mittelamerikanischen Landes nach Auszählung von 91 Prozent aller Wahllokale am Montag mitteilte, kam der Sozialdemokrat Colom bei der Wahl vom Sonntag auf 28 Prozent der gültigen Stimmen, der Ex-General Pérez Molina auf 24 Prozent. Für einen Sieg wäre eine absolute Mehrheit notwendig gewesen.

 

Auf den dritten Platz kam mit 17,5 Prozent der Stimmen Alejandro Giammatei von der amtierenden Regierungspartei. Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchú, deren Abschneiden im Ausland mit Spannung beobachtet wurde, kam mit drei Prozent der Stimmen lediglich auf den sechsten Platz von 14 Kandidaten um das Präsidentenamt.

 

Stichwahl am 4. November

 

Die knapp sechs Millionen Wahlberechtigten werden am 4. November erneut an die Wahlurnen gerufen, um in einer Stichwahl zwischen dem Ex-General Pérez und dem Unternehmer Colom zu entscheiden. Pérez zeigte sich Medienvertretern gegenüber zufrieden mit dem Wahlergebnis und geht von einer Steigerung seiner Ergebnisse in der nächsten Runde aus.

 

Internationale Wahlbeobachter zeigten sich erleichtert darüber, dass
es nicht zu den im Vorfeld befürchteten Gewaltakten kam. Im Vorfeld der Wahl waren 50 Kandidaten und Parteimitglieder getötet worden.

 

Die Organisation Amerikanischer Staaten sprach von einer ruhigen Wahl ohne außergewöhnliche Zwischenfälle. Lokale Wahlbeobachter
kritisierten hingegen Fälle von doppelt ausgestellten Wählerausweisen und Stimmenkauf. Die Wahlbeteiligung lag laut Wahlbehörde bei mehr als 60 Prozent. (mho)

 
 

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