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Tote nach Tornado in Mississippi

25. April 2010

Ein Tornado hat im US-Bundesstaat Mississippi schwere Verwüstungen angerichtet. Mindestens zehn Menschen kamen dabei ums Leben. Dutzende wurden verletzt. Der Gouverneur von Mississippi rief den Notstand aus.

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Haus mit abgedecktem Dach (Foto: AP)
Dächer unzähliger Häuser wurden abgedecktBild: AP

Bei einem schweren Tornado sind im US-Bundesstaat Mississippi am Samstag (24.04.2010) mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Die Behörden befürchten, dass die Zahl der Opfer noch weiter steigt.

Notstand ausgerufen

Da die Rettungsarbeiten andauerten, müsse nach offiziellen Angaben mit weiteren Toten und Verletzten gerechnet werden. Gouverneur Haley Barbour rief für 17 Bezirke den Notstand aus. Er forderte die Nationalgarde zur Unterstützung an. Auch das Rote Kreuz war im Einsatz. Hubschrauber unterstützten die Rettungsarbeiten in besonders schwer zugänglichen Gebieten aus der Luft. Besonders schwer waren die Verwüstungen in den Bezirken Choctaw, Yazoo und Holmes, wo auch die Toten geborgen wurden, darunter zwei Kinder. Tornado-Warnungen galten auch für Regionen in den Bundesstaaten Alabama, Tennessee, Kentucky, Georgia , Ohio sowie Illinois und Indiana.

Vom Wind verbogene Fahnenmasten (Foto: AP)
Der Sturm erreichte Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 241 StundenkilometernBild: AP

In den betroffenen Gebieten wurden Dutzende Gebäude zerstört, Bäume entwurzelt, und Stromleitungen zu Boden gerissen. Autos lagen von Böen umgedreht auf ihren Dächern. Die Tornados in Yazoo erstreckten sich nach Angaben des Wetterdienstes über eine Front von rund 1,6 Kilometern. Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 241 Kilometern pro Stunde bewegten sich die Frühjahrsstürme nach Nordosten weiter, wie ein Sprecher des Katastrophenschutzes sagte. Barbour sagte vor Journalisten, die Zerstörungen erinnerten ihn an den Hurrikan "Katrina".

Luftaufnahme von der überfluteteten Stadt New Orleans nach dem Sturm Katrina (Foto: dpa)
2005 wurde New Orleans nach dem Sturm Katrina weitgehend überflutetBild: picture alliance/dpa

Vor fünf Jahren hatte "Katrina" New Orleans getroffen. Die Wucht des Hurrikans ließ am 29. August 2005 die Dämme der Stadt an mehreren Stellen brechen. Fast 1000 Menschen wurden in der Metropole getötet, zehntausende Häuser zerstört.

Autorin: Annamaria Sigrist (rtr, dpa, afp, ape)
Redaktion: Hajo Felten