1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages


 

Mittelamerika | 10.11.2009

Staatstrauer in El Salvador

 

Nach den schweren Unwettern in El Salvador nimmt der Tropensturm Ida jetzt Kurs auf die USA. Er hinterlässt eine Spur der Verwüstung. In El Salvador starben mindestens 150 Menschen. Das Parlament beschloss Staatstrauer.

 

In El Salvador hat das Parlament den nationalen Notstand ausgerufen und eine dreitägige Staatstrauer beschlossen. Schlammlawinen und Erdrutsche hatten in Teilen des Landes zu katastrophalen Zuständen geführt. Mindestens 150 Menschen wurden dabei getötet. Noch immer werden mehr als 70 Menschen vermisst.

 

Verschüttete Straße (Foto: ap)Bildunterschrift: Die Straßen in El Salvador: Ein Bild der Verwüstung

 

Lebensmittel dringend benötigt

 

14.000 Menschen sind zurzeit obdachlos, da die Häuser im Tropensturm zerstört oder beschädigt wurden. Sie leben in Notunterkünften. Nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) benötigen rund 10.000 Menschen dringend Lebensmittel. Jetzt schickt die UN-Sonderorganisation rund 1000 Tonnen Lebensmittel und 92 Tonnen Vitaminriegel in die Region. Damit können rund 70.000 Menschen vier Tage lang überleben.

 

Präsident verspricht Soforthilfe

 

Auch El Salvadors Präsident Mauricio Funes kündigte Hilfe für die Opfer an: "Diesmal wird die Regierung die Bevölkerung nicht allein lassen", sagte er. Das Parlament beschloss eine dreitägige Staatstrauer. 150 Millionen US-Dollar sollen in einem Fonds bereitgestellt werden, finanziert durch Notkredite anderer Länder. Die EU, die USA, Japan und zahlreiche Länder Lateinamerikas versprachen zudem Hilfslieferungen.

 

Frau weint vor zerstörtem Haus (Foto: ap)Bildunterschrift: Nichts hat die Schlammlawine übrig gelassen vom Haus dieser Frau

 

USA bereiten sich vor

 

Tropensturm Ida hat sich in der Zwischenzeit weiter abgeschwächt und gilt mit Windgeschwindigkeiten von 75 Kilometern pro Stunde jetzt nicht mehr als "Hurrikan". In den USA erreichten erste Ausläufer des Sturms die Küste Alabamas, auch in Florida, Lousiana und Mississippi gelten Unwetterwarnungen. Die Bewohner dort wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

 

Ölförderung beeinträchtigt

 

Die US-amerikanische Öl- und Gas-Förderung im Golf wurde durch den Sturm massiv beeinträchtigt: Die Förderquoten gingen um rund ein Drittel zurück. Deswegen war der Ölpreis zunächst gestiegen. Die Förderanlagen würden voraussichtlich nicht beschädigt, sagten Experten.

 

Autor: Anna Kuhn-Osuis (mit ap, dpa, afp, rtr)

Redaktion: Oliver Pieper, Annamaria Sigrist

 

 
 

Feedback »Versenden »Drucken »

Weitere Schlagzeilen

 
Artikel bookmarken


 

DW-TV EUROPA live

Journal - Mit Interview

We're sorry, due to legal issues this content can not be transmitted as live stream.

If you are inside the United States, it is still possible for you to enjoy DW-TV. For more information, please click here.

Forschung

DW-Wissenschafts-Blog – hier reden jetzt Forscher!

Haushalt statt Schule

Viele haitianische Kinder aus armen Bauernfamilien arbeiten in den Städten als Haussklaven.

Projekt Zukunft

Nachwuchswissenschaftler aus aller Welt lehren und forschen in Deutschland.

Blog

Investigativer Journalismus in Lateinamerika: Medienmacher berichten von ihrer Arbeit